Narbenbehandlung

Klasssifikation der Verbrennungswunden
Verwicklungen von Verbrennungswunden
Mechanismus der Entstehung von Narben
Presstherapie – wirksame Therapiemethode von Verbrennungswunden
Klinische Untersuchungen
Polytherapie Codopress® + Codosil™ ADHESIVE


Jährlich erleidet verschiedenartige Verbrennungen ca. 1% der Bevölkerung. Die Zahl der mit Verbrennungen betroffenen Polen beträgt also beinahe 400 000 Patienten jährlich. Ca. 50-80% der Verbrannten sind Kinder im Alter von 2 bis zu 4 Jahren.

Hinsichtlich der Tiefe klassifizieren wir die Verbrennungswunden in folgender Weise:

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  • Grad 1 – verbrannt werden ausschließlich die oberflächlichen Oberhautschichten. Die Hauptsymptome der Beschädigung ist hellrote Rötung und Schmerzhaftigkeit. Die Wunde heilt meistens ohne Verwicklungen und hinterlässt keine Narben.
  • Grad 2A – verbrannt wird fast die ganze Oberhautschicht und die oberflächlichen Schichten der Dermis. Wunden sind meistens rot, sehr schmerzhaft und charakterisieren sich durch Blasen. Verbrennungsverletzungen des Grades 2A können kleine Verfärbungen und manchmal sogar Narben hinterlassen.
  • Grad 2b – zerstört wird die Epidermis und tiefe Dermisschichten. Bei solchen Verbrennungsverletzungen wird die Anwesenheit der oberflächlichen Epidermis-Dermis-Nekrose festgestellt. Diese Wunden sind sehr schmerzhaft, ohne Blasen, blass oder rosa, grau, ziegelrot, oder sogar schwarz. Außerdem können sie ungünstige Überwucherungsnarben hinterlassen.
  • Grad 3 – Verbrennungen der vollen Tiefe von Dermis. Die Wunden sind bräunlich, brau, blass-gelb oder rot.
  • Grad 4 – Verbrennungen der vollen Hauttiefe, wo es zur Zerstörung von Geweben unter Subkutis kommt – Muskeln, Sehnen, Knochen, Gelenke.

Bei dem 3. und 4. Grad kommt es zur Beschädigung oder vollen Zerstörung der Hautvermehrungsschicht.

Verwicklungen von Verbrennungswunden

Eine häufige Verwicklung nach Verheilung von Verbrennungswunden sind überwucherte Narben und Gelenkkrämpfe. Überwucherungsnarben kommen unter anderem als Folge der erhöhten Durchblutung, erhöhter Entwicklung von Fibroblasten, erhöhter Ablagerung vom Kollagen und Auftreten der chronischen Schwellung vor. Bei allen diesen Fällen, wenn lebendige, rote Färbung der Narbe bis zu zwei Monaten nicht nachlässt, und die Narbe immer härter wird, ist mit Entstehen einer Keloidnarbe zu rechnen. Keloide haben einen Tumoraufbau, der ein Ergebnis des erhöhten Metabolismus ist. Ihr Wachstum wird mit Mikrophagen und Fibroblasten stimuliert, die den Zuwachs von Kollagenfasern anregen. Diese Verwicklungen sind beschwerlich, weil sie die Leistungsfähigkeit des Bewegungsorgans einschränken und gleichzeitig den Patienten entstellen.

Als Vorsorgemittel wird entsprechende Körperstellung, Gelenkimmobilisierung mit Hilfe von Schienen und orthopädischen Geräten verwendet. Festgestellt wurde auch, dass die Anwendung eines ständigen Drucks, der den Druck der Kapillargefäße übersteigt, d.h. ca. 25-30 mmHg, die Narbenbildung günstig beeinflusst und die Überwucherung bedeutend verhindert. Langfristiger Druck verursacht den Sauerstoffmangel in Geweben, Verlangsamung von Metabolismus und Reduktion der Fibroblastenmengen. Steigerung der Aktivität eines Enzyms, das das Kollagen zersetzt (Kollagenase), verursacht eine wesentliche Narbenverringerung.

Die Methode der Kompressionsbehandlung von Verbrennungsnarben ist seit mehreren Jahren weltweit bekannt, sie wird auch allgemein in Polen verwendet. Pressotherapie wird als die effektivste anerkannt, obwohl es viele alternative Therapiemethoden gibt, wie Lasertherapie, Kryotherapie etc. Außer negativen gesundheitlichen Folgen, beeinflusst die Anwesenheit von Keloiden auch häufig den psychischen Zustand der Patienten, indem sie manchmal zum gesellschaftlichen Ausschluss führt. Bei modernen Techniken und medizinischen Prozeduren wird nicht nur auf die Notwendigkeit der wirksamen Behandlung von Verbrennungswunden, sondern auch solche Entwicklung vom Verlauf des Behandlungsvorgangs deutlich hingewiesen, der die Entstehungsmöglichkeit von Keloiden minimalisiert. Ein wichtiger Teil moderner Behandlungstechniken ist die Kompressionsanwendung in Verbindung mit der Wirkung der Silikonverbände des Typs Codosil™ ADHESIVE.

Mechanismus der Entstehung von Verbrennungsnarben

Jede Wunde hat die Möglichkeit einer selbstständigen Verheilung. Oberflächliche Wunden, die das Stratum papillare nicht überschreiten, heilen ohne Narbenhinterlassung. Der Anfang des Heilungsvorgangs beginnt mit Wundreinigung, deshalb tritt an dieser Stelle eine große Menge von Makrophagen und Histozyten auf. Es kommt zur Neoformung von Kapillargefäßen, was für die Entstehung von multipotentiellen Zellen – Lymphozyten – günstig ist, mit Fähigkeit der Umwandlung in Fibroblasten. Fibroblast ist eine Zelle, die die Synthese von Makromolekülen der Bindegewebe durchführt. Er synthetisiert Tropokollagen, der aufgrund Polymerisierung die Kollagenfasern bildet. Im Laufe der Erzeugung dieser Fasern erfolgt die Involution von Haargefäßen, Aktivitätsverlust von Fibroblasten und es beginnt die Reepithelisierung.

Bei Verbrennungen, wenn die Verletzung zur Schädigung der Oberhaut, Stratum papillare und Stratum reticulare der Haut führt, erfolgt stärkeres Wachstum von Gefäßen. Die Gefäßverbreitung und Bildung von Anastomosen verursacht Blutstauung in der Heilungsstelle und einen guten Zugang zu Nährstoffen; es kommt auch eine große Anzahl von Fibroblasten vor, die im Vorgang der Erzeugung von großen Mengen von Kollagenfasern sehr aktiv sind.

Der Reparaturvorgang mit Narbenbildung erfolgt auf Kosten der neugebildeten Fibroblasten, unter denen es zur zyklisch fortschreitenden Differenzierung von Myofibroblasten kommt, die für die Kontraktionsfähigkeit verantwortlich sind, während sich die Mastozyten mit fortschreitender Narbenreifung beschädigen. Die biochemischen Forschungen des Vernarbungsvorgangs beweisen, dass sich ein quantitativer Anstieg der Kollagensynthese im Vergleich zum normalen Heilungsvorgangs ereignet, sowie treten Qualitätsstörungen auf, die in Zunahme der Mucopolysacharidenmatrix und Verringerung der Lipidenzahl (vor allem Linolsäure) in der Narbe bestehen. Es scheint, als ob die Ursache dafür in der gesenkten Kollagenasemenge liegt (Kollagen zersetzendes Enzym), die sich aus dem Anstieg von 1. Antitripsin und 2. Muxoprotheinglobulinen ergibt. Diese Erscheinungen treten wahrscheinlich mit toxischer mitochondrialer Wirkung in den beschädigten Zellen auf. Diese Wirkung besteht in der Verbrennung seit dem Anfang bis zum 10. Verheilungstag, wo Einstellung dieser Symptome und Rückkehr zum Normalzustand beobachtet werden, oder der objektive Anstieg erfolgt bis zum 14. und nach dem 21. Tag im Falle von Narbenverwicklungen. Es wurden auch Auswirkungen der Nebennierendrüsen auf Narbenfibroblasten und ihr unanfechtbarer Einfluss auf die Narbenentstehungsvorgänge erkannt. Dies stellt die Grundlage für die Forschung von eventuellen Wechselbeziehungen zwischen Entstehung von Narbenverwicklungen und Auftreten von endokrynologischen Änderungen bei den Kindern vor dar. Selbstverständlich findet solche Abhängigkeit während des Verbrennungsschocks statt, aber ihre weitere Entwicklung ist noch nicht bekannt. Örtliche Narbenverwicklungen, die sich nach der Verbrennung entwickeln, können ästhetischer oder funktionaler Natur sein, oder auch zu beiden Gruppen gehören. Aus der Sicht der Histopathologie haben wir hier mit fehlerhaften Narbenänderungen des hyperthrolophen, kontraktiven oder keloiden Typs zu tun. Nach allgemeiner Meinung ist es bei 50% von Verbrennungen der Fall, jedoch bis heute konnten noch keine Faktoren festgestellt werden, die auf das Auftreten solcher Änderungen Einfluss haben, auch deren Bedeutung für die frühe Einschätzung der tatsächlichen Auftretungsmöglichkeiten noch unklar ist. Insbesondere steigt bei den Keloiden deren Erscheinung auf der Haut an den der Spannung und Ausdehnung ausgesetzten Stellen bis auf 80%.

Pressotherapie – wirksame Therapiemethode von Verbrennungsnarben

Elastische Pressotherapie als neue Vorbeugungs-Therapie-Technik entwickelte sich in den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts und es stellte sich heraus, dass sie sehr wirksam bei der Behandlung von Verbrennungsverwicklungen ist. Diese Methode besteht in Anwendung von Hyperkompression (oder gewöhnlich Kompression) mit Anwendung des ständigen Drucks auf Keloide. Der Druck auf den Narbenbereich gibt einen Ischämieeffekt, verschmälert die Zuführungsgefäße, was Senkung der zahlreichen Gefäßkeime verursacht. Einerseits fließt bei der kleineren Menge der Blutgefäße weniger Blut in die Narbe, andererseits – abhängig vom Durchmesser der Gefäßkeime – wird die Blutgeschwindigkeit höher und dadurch erfolgt keine Stauung, was die Verringerung der Anzahl von Kollagenfasern zu Folge hat und das Krämpfen des Wundbereiches verhindert.

Eine richtig durchgeführte elastische Pressotherapie besteht in Anwendung eines starken Drucks auf die Wunde nach abgeschlossener Epithelbildung, mit Anwendung unterschiedlicher Kompressionsverbände aus natürlichem Latex. Solche Verbände werden aus Latexfaden erzeugt, die mit künstlichen Fasern bedeckt sind. Dank deren Anwendung auf die Narbe kann der ständige Druck die Zusammensetzung und Qualität der verschiedenen Gewebselementen ändern und verbessern. Die Änderung der Gewebszusammensetzung führt zur Qualitätsbesserung, Schwächung und Verringerung der Narbengröße, und gleichzeitig dank begleitender Ischämie (örtliche Blutleere), wird auch die charakteristische rote Farbe der Narbe geschwächt.

Allgemeine Grundlagen für die Anwendung von Kompressionsmethode:

  • früheste mögliche Anwendung der Kompression (seit dem Moment der Wundbedeckung mit Epithel, für die nächsten 2 bis 3 Jahre – diese Zeit wird als Narbenreifung angenommen), durchschnittlich im Laufe von 1 oder zu 1,5 Jahren;
  • ständige, pausenlose, langfristige Anwendung der Kompression auf die geänderten Narbenstellen durch individuell angepasste Kleidung, die den Druck von 20-25 bis auf 50 mm Hg – cm2 erzeugen soll.
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Flache Naht der Kompressionskleidung Codopress® bedeutet höheren Komfort für den Patienten

Zwecks Erzielung von besten Ergebnissen ist die Beobachtung und klinische Kontrolle des Vorgangs der Kompressionsbehandlung, sowie zyklischer Kleidungsaustausch notwendig, was sich aus dem Flexibilitätsverlust der Wirkwaren und eventuellen Gewichts- und Körperabmessungsänderungen ergibt. Der Zeitraum der Kompressionsbehandlung ändert sich – optimal dauert er 2 Jahre. Im Falle des Auftretens von örtlichen Verwicklungen, wie: Reizungen, Verdrängen, Hautbrüche, psychischer Toleranzmangel des Patienten, ist die Pressotherapie abzubrechen und wiederholende Verwicklungen sind zu vermeiden. [1]

Kompressionsniveu bei Pressotherapie

Kompressionserzeugnisse charakterisieren sich mit genau bestimmtem Druck auf die Körperfläche des Patienten. Dieser Druck wird in Millimeter-Quecksilbersäule (mmHg) ausgedrückt. Die Bedingung für die Wirksamkeit dieser Erzeugnisse ist deren Größe, die jedes Mal individuell nach genauer Abmessung des Patientenkörpers angepasst wird. Wirksamkeit der Therapie wird auch durch Auswahl der entsprechenden Kompressionsklasse (Kompressionsniveau) beeinflusst, deren Wert sich aus der Art der Krankheit und Fortschritts ergibt. Die Anpassung des richtigen Kompressionsniveau des Kompressionserzeugnisses ist wichtig, da zu kleiner Druck auf den jeweiligen Körperteil den erwünschten Ergebnis nicht bringt, und zu großer Druck kann zum Risiko des Auftretens von vielen unerwünschten Effekten führen. Die Verwicklungen können leicht, wie Hautwolf, Schürfungen oder Hautmazeration, oder auch schwierig sein, wie Entstehung von Blasen auf der Hautfläche oder Dekubitus. Diese und andere Nebenwirkungen, die Ergebnis des falsch angepassten Kompressionsniveaus sind, verursachen meistens Notwendigkeit der sofortigen Therapieeinstellung.

Die am häufigsten verwendete Klassifikation des Drucks ist Skala des Kompressionsniveaus, die in Deutschland, in der Schweiz und Italien verwendet ist. In allen diesen Klassifikationen bedeutet die Klasse I den schwächsten und Klasse IV den stärksten Druck. Die angegebenen Werte beziehen sich auf die Kompression des Erzeugnisses an der Höhe des Knöchels des Sprunggelenks. Wichtig ist, dass auf der ganzen Länge des Druckerzeugnisses die Druckabstufung auf den Gliedmaßen erhalten wird. In diesem Fall wird meistens folgender Grundsatz verwendet: 100% Druck der jeweiligen Klasse (von I bis IV) auf der Knöchelhöhe (distaler Erzeugnisteil) bis auf 40% in dem näheren (proximalen) Teil.

Modele wyrobów uciskowych Codopress®

Modelle von Kompressionserzeugnissen Codopress®

Hersteller verwenden unterschiedliche Klassifikationen für das Kompressionsniveau, hingegen wird die Druckklassifikation des Europäischen Komitees für Normung in folgende Klassen aufgeteilt:

  • 1. Klasse – leichter Druck (18 – 21 mmHg),
  • 2. Klasse – mittelmäßiger Druck (23 – 32 mmHg),
  • 3. Klasse – starker Druck (34 – 46 mmHg),
  • 4. Klasse – sehr starker Druck (min. 49 mmHg).

Wirksame Therapie mit Anwendung von Kompressionskleidung Codopress®

Auf den Erfolg der Pressotherapie hat die richtig angepasste Kompressionskleidung einen großen Einfluss. Kompressionserzeugnisse Codopress®, hergestellt in Łódź durch die Firma Tricomed, werden bei der Behandlung von Verbrennungsnarben und Rehabilitationsprophylaxe von Verbrennungen angewandt. Bis jetzt sind mehr als 20 tausend der Codopress®-Erzeugnisse ausgeführt, mit ständiger Sortimentserweiterung und Perfektionierung der Konstruktion. Sie werden aus den hochplastischen, atmenden Wirkwaren mit Medizinqualität aus Polyurethan- und Polyamidgarn ausgeführt, so dass die Anforderungsparameter erhalten sind und hoher Komfort des Verbrauchers sichergestellt wird. Die Erzeugungstechnologie lässt jeden Körperteil nach der vom Arzt empfohlenen Kompressionsklasse versorgen. Meistens wird der Druck der 1. Kompressionsklasse mit dem Wert von 18-21 mmHg angewandt. Es ist zu betonen, dass die Kompressionskleidung Codopress® mit einer Technik ausgeführt ist, die das Nahtauftreten im Narbenbereich verhindert. Dies verhindert die Entstehung einer unerwünschten Änderung des therapeutischen Druckwerts.

Vorbereitungsvorgang der Kompressionskleidung besteht aus mehreren Etappen:

1. Einweisungserhaltung vom Facharzt.

2. Treffen des Patienten mit der Person, die Aufmaß der Gliedmaßen oder eines anderen Körperteils nimmt.

3. Nach dem Nähen der Kleidung wird das Erzeugnis anprobiert, um die Ausführungsrichtigkeit zu prüfen.

4. Der Patient wird über die Anwendung und Pflege des Erzeugnisses geschult.

 

Modelle von Kompressionserzeugnissen Codopress®

Modelle von Kompressionserzeugnissen Codopress®

Jede Kompressionskleidung ist pausenlos zu tragen, von 6 bis zu 24 Monaten nach Abschluss der Wundbehandlung, bis ausdrückliche Verheilungssymptomen (Verflachung, Blasswerden und Weichwerden der Narbe) erscheinen. Die ganze Therapie bedarf meistens mehrmaligen Wechsels der Kompressionserzeugnisse, abhängig von deren Abnutzung oder Abmessungsänderung bei den Patienten (insbesondere bei den Kindern). Es ist nicht zu vergessen, dass das Erzeugnis nur bei einer vollständig verheilten Verbrennungswunde zu verwenden ist, was auf den unteren Bildern gezeigt wurde:

Eine mit Codopress® therapiereife Verbrennungswunde

Eine mit Codopress® therapiereife Verbrennungswunde

Das Codopress®-Erzeugnis auf einer verheilten Verbrennungswunde

Das Codopress®-Erzeugnis auf einer verheilten Verbrennungswunde

Individuell vorbereitete Codopress®-Erzeugnisse:

  • rufen entsprechenden Druck auf die Narbe hervor,
  • dürfen in Verbindung mit anderen Therapiearten verwendet werden,
  • verursachen keine Allergien oder Hautreizungen,
  • verringern den Juckreiz,
  • verhindern Krampfentstehung im Gelenkbereich.

Klinische Untersuchungen

In den Fachzentren für Verbrennungsheilung in Siemianowice und Polanica Zdrój – führenden polnischen Zentren, in denen schwierige Verbrennungen behandelt werden – wurden klinische Untersuchungen bei einer großen Patientengruppe durchgeführt. Es wurden Effekte der Anwendung von den Kompressionserzeugnissen Codopress® bei Behandlung von Narben als Folge von Verbrennungen untersucht.

Kliniken, die die Wirksamkeit der Narbenbehandlung mit Anwendung von Codopress®-Erzeugnissen bewerteten, waren Städtisches Krankenhaus Nr. 2 – Abteilung für Verbrennungen in Siemianowice Śląskie unter Leitung von Dr. med. S. Sakiel und Woiwodschaftskrankenhaus für Plastische Chirurgie in Polanica Zdrój unter Leitung von Doz. Dr. Habil. med. K. Kobus. Fachuntersuchungen im Bereich der Hautreizwirkung von Wirkwaren der Technologie von Codopress®-Erzeugnissen wurden im Institut für Medikamente in Warschau unter Leitung von Dr. Pharm. W. Zalewski durchgeführt.

Materialien und Methoden

Im Zeitraum von 2 Jahren wurden die Kompressionserzeugnisse von Tricomed S.A bei 40 Patienten im Alter von 2 bis zu 59 Jahren mit einer Verbrennungsfläche von durchschnittlich 26%, darunter mit tiefen Verbrennungen auf der ganzen Hauttiefe von durchschnittlich 9%, geprüft. Die Patienten wurden in 2 Gruppen aufgeteilt:

  • in der ersten Gruppe (20 Patienten) wurden die Druckerzeugnisse direkt nach Verheilung der Wunde verwendet.
  • in der zweiten Gruppe (20 Patienten) wurden die Druckerzeugnisse Codopress® durchschnittlich nach Ablauf von 3 Monaten nach Zeitpunkt der Wundverheilung angewendet.

Beurteiltet wurden Gesichts-, Hals-, Brustbereiche, obere und untere Extremitäten. Insgesamt wurden für die erste Gruppe 24 Felder, und für die zweite Gruppe 30 Beobachtungsfelder bewertet.

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Die erforschten Erzeugnisse wurden hinsichtlich deren Eignung zur Behandlung von Überwucherungsnarben und Keloiden bei 26 Patienten im Alter von 3 bis zu 58 Jahren bewertet. Die Überwucherungsnarben und Keloiden entstanden meistens nach Verbrennung mit heißen Flüssigkeiten und Feuer.

Der Zeitraum für eine vollständige Verheilung der Verbrennungsnarbe nach Anwendung der Kompressionserzeugnisse betrug von einem Monat bis zu 4 Jahren.

Während der Kompressionsbehandlung wurden Massagen verwendet. Die Körperteile, die am häufigsten mit der Eignungsuntersuchung für die Kompressionserzeugnisse umfasst wurden, sind: Kniegelenk und Ellbogengelenk, Gesäß- und Beckenbereiche, Schulter, Brust, obere und untere Extremitäten.

Untersuchungsergebnisse

Im Ergebnis der durchgeführten Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Überwucherungswunden und Keloide nach Anwendung eines Kompressionsverbands weitgehend umgestaltet wurden. Der Juckreiz, der in 8 Fällen erkannt wurde, ließ nach 3 Wochen nach. Die Farbe von frischen Narben änderte sich bei 17 Patienten nach Ablauf von 4 Wochen von blutig-bläulichen auf hautfarbig. Die Narbenhöhe änderte sich von durchschnittlich 4 mm am Anfang (gemessen von der mit Krankheit nicht geänderten Haut) bis zu 0-2 mm. Die besten Ergebnisse wurden im Fall von ziemlich frischen Narben – ca. 4-wöchigen – festgestellt. Bei älteren Verbrennungsnarben wurden diese Effekte nach Ablauf einer längeren Zeit beobachtet.

Es wurden keine allergischen Reaktionen ermittelt. Waschen in den allgemein erhältlichen Waschmitteln und alltäglicher Gebrauch verursachten keinen Verlust von elastischen Eigenschaften der bewerteten Kompressionserzeugnisse. Die besten Behandlungsergebnisse wurden auf den Oberschenkeln, Unterschenkeln und Unterarmen beobachtet. Die Kompressionskleidung Codopress® trägt zweifellos zur schnellen Rehabilitation von Kranken mit Verbrennungsverformungen oder deren Vorbereitung auf die Operationseingriffe bei.

Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse

Während des mehrmonatigen Tragens von Kompressionserzeugnisse Codopress® wurde folgendes festgestellt:

  • die Narben wurden schrittweise abgeflacht,
  • rote Narbenfarbe wurde schrittweise blass,
  • Narben sind mehr elastisch geworden,
  • es wurden keine Allergiesymptomen gegenüber dem Stoff, aus dem die Codopress®-Erzeugnisse gefertigt wurden, beobachtet
  • beim Vergleich von nichtgedrückten Stellen mit Narben, die mit dem Kompressionserzeugnis Codopress® behandelt wurden, wurden bei denselben Patienten Unterschiede in Form der anhaltenden Überwucherungen und harten Narben an den nichtgedrückten Stellen festgestellt,
  • Anwendung der Kompressionserzeugnisse direkt nach Verheilung einer Verbrennungsnarbe ergab bessere Ergebnisse im Vergleich zu der zweiten Patientengruppe, bei der die Kompressionserzeugnisse Codopress® nach Entstehung von Überwucherungsnarben angewendet wurden.[2]
Das Codopress®-Erzeugnis wurde auf eine verheilte Verbrennungswunde angezogen

Das Codopress®-Erzeugnis wurde auf eine verheilte Verbrennungswunde angezogen

Schlussfolgerungen

  1. Die bewerteten Codopress®-Erzeugnisse eignen sich sehr gut zur Vorbeugung und Behandlung von Überwucherungsnarben nach Verbrennung.
  2. Druckerzeugnisse sollen auf individuelle Bestellung angefertigt werden, damit eine wirksame Therapie sichergestellt werden kann.
  3. Frühe Anwendung der maßgeschneiderten Kompressionskleidung direkt nach Verheilung der Verbrennungswunde garantiert höhere Wirksamkeit bei der Narbenbehandlung.
  4. Ständiges Tragen von Kleidung (23 h pro Tag) für den Zeitraum von einem bis zu 2 Jahren, die nur nach Zerstörung oder Änderung von Silhouette des Kinderkörpers gewechselt wird:
  • verhindert erfolgreich die Entstehung von Überwucherungsnarben;
  • verursacht Verringerung und in den meisten Fällen die Rückkehr von Keloide;
  • verbessert das endgültige ästhetische Ergebnis.
  1. Behandlung mit der Pressotherapie lässt die Bewegungsrehabilitation weiterführen und beschränkt nicht die Lebensaktivität des Patienten nach einer Verbrennung.
  2. Für Wirkwaren, auch denen die Codopress®-Erzeugnisse gefertigt wurden, wurde keine Reizwirkung festgestellt.

Polytherapie Codopress® + Verband Codosil™ ADHESIVE

In den letzten zehn Jahren gewannen auch Silikonverbände, die Narbenbehandlung mit Kompressionsmethode unterstützen, an Popularität. Deren Verwendung lässt die Aktivität der Anwachsung von kleinen Blutgefäßen in der Narbe senken, Kollagenmengen reduzieren, was im Ergebnis die Erhöhung deren Flexibilität und Abflachung der entstehenden Narbe zu Folge hat.

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Viele Fachärzte empfehlen Polytherapie, die in Verbindung von mehreren individuell an den Patienten angepassten Methoden besteht. Eine davon ist Kompressionstherapie verbunden mit Anwendung von Verbänden zur Keloidbehandlung. Ein Verband, der auch zur Polytherapie von Verbrennungsnarben erfolgreich verwendet werden kann, ist Codosil™ ADHESIVE.

Codosil™ ADHESIVE ist ein weiches Schichtenerzeugnis zur Behandlung und Rehabilitation von überwucherten Narben und Keloiden. Im direkten Kontakt mit der Narbenfläche befindet sich eine klebrige Silikonschicht. Die Außenfläche des Verbands ist mit antiadhäsiver Schutzschicht gesichert.

Gel-Erzeugnis Codosil™ ADHESIVE:

  • verringert den Juckreiz und Schmerz
  • verursacht keine Reizungen und sensibilisiert nicht,
  • ist biegbar,
  • hat Klebeigenschaften, die das Ankleben an die Hautfläche ermöglichen,
  • ist ein Mehrweg-Erzeugnis
  • ist einfach bei Aufbewahrung und Anwendung.

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Silikonverbände werden als Vorsorgemittel zum Zeitpunkt des Narbenabschlusses (Verheilung) der Wunde (8.-10. Tag) oder als Vorsorgemittel bei den ersten Symptomen des Auftretens einer Überwucherungsnarbe verwendet. Frühe Anwendung des Verbands erhöht Chancen für die richtige Narbenverheilung.

Der Verband wird auf eine nicht getrennte Hautoberfläche angewandt, die Größe des Erzeugnisses soll um 1 cm größer, als die Narbengröße sein. Vorbeugend ist es 12 Stunden pro Tag zu verwenden. Patienten, die regelmäßig die Kompressionserzeugnisse Codopress® und den Silikonverband Codosil™ ADHESIVE nutzen, beobachten deutliche Verheilungskennzeichen: Verflachung, Blaswerden und Weichwerden der Narbe. Außerdem werden auch die Bewegungsleistung und das Risiko der Krämpfe gesenkt.

Das Erzeugnis Codosil™ ADHESIVE wird in folgenden Fällen empfohlen:

  • bei Rehabilitation von überwucherten Wunden und Keloiden,
  • als Vorsorgemittel bei Personen mit Neigung zur Entstehung von überwucherten Wunden und Keloiden,
  • in der Kosmetologie zur Narbenbehandlug nach Eingriffen der plastischen Chirurgie

 Literatur:

[1] Prof. Dr. hab. Babiana Mossakowska, Presoterapia u dzieci (Pressotherapie bei Kindern)

[2] Doz. Dr. Ing. A. Nawrocki und andere, Ocena kliniczna – Opracowanie technologii i ocena artykułów medycznych do zastosowania w chirurgii plastycznej (Klinische Bewertung – Technologiebearbeitung und Bewertung von medizinischen Artikeln für die Anwendung in Plastikchirurgie)

Alle bei der Verbrennungsbehandlung verwendeten Codopress®-Erzeugnisse werden auf Bestellung des Patienten nach Abmessungen genäht. Patienten, die in die Firma Tricomed S.A. eingewiesen werden, sollen verheilte Wunden ohne Verbände haben, um die Abmessungen richtig zu entnehmen und das Erzeugnis anzuprobieren.

Auf Wunsch der Patienten können die Codopress®-Erzeugnisse in allen vier Kompressionsstufen ausgeführt werden.

Zur Erhaltung des Kompressionserzeugnisses Codopress® hat man:

  • mit der Firma Tricomed S.A. Kontakt aufzunehmen und den Termin zu vereinbaren
    • Tel. +48 42 684 78 21
    • Fax + 48 42 684 68 74
    • persönlich zum Firmensitz von Tricomed S.A. (ul. Świętojańska 5/9, 93-493 Łódź, Polen) im vereinbarten Termin zwecks Abmessungsentnahme und Nähen des Erzeugnisses zu kommen. Die Gebühr für das Erzeugnis begleicht der Patient oder Verein, Stiftung, Städtische Sozialhilfeanstalt etc. in einer vorher mit der Firma vereinbarten Art und Weise.

Mehr Informationen auf der Internetseite: